Gedanken zum Jahresende 2020 und zu unserer Rigi

Liebe Freundinnen und Freunde der Rigi
Sehr geehrte Damen und Herren

Erlauben Sie ein paar persönliche Gedanken im Sinne eines Rückblicks auf ein bewegtes Jahr in Sachen touristischer Entwicklung der Rigi. Zugleich wünsche ich Ihnen persönlich und Ihren Familien vorab alles Gute im Neuen Jahr sowie viel Gesundheit in Zeiten, wo man sich nichts Anderes wünscht als genau das. Auch danke ich Ihnen für die riesige Unterstützung der laufenden Petition und die vielen Gespräche mit einigen von Ihnen, die unsere Anliegen aktiv mittragen.

Zwei Rigi-Petitionen mit insgesamt 6803 Unterschriften (Stand 29.12.20) zeigen Ihre ungebrochene Solidarität und emotionale Verbundenheit mit der Rigi. Über diese innere Verbundenheit wollten wir mit dem Verwaltungsrat (VR) und der Geschäftsleitung (GL) der Rigi Bahnen sprechen, doch es zeigte sich, dass dieses Gespräch mit uns im Kasernenhofdrill verordneten Traktanden schon daran scheiterte, worüber man miteinander sprechen wollte.

Bis heute waren der VR und die GL der Rigi Bahnen nie bereit, unsere überzeugenden Gegenargumente zu ihren megalomanen Ausbauplänen anzuhören. Gerade deswegen fühlen wir uns in unserer klaren Haltung in Sachen touristischer Entwicklung der Rigi bestätigt. Unsere Vorstellungen stehen im diametralen Gegensatz zur vom VR und der GL forcierten Volumenstrategie. Statt in der gegenwärtigen Krise nun den Resetknopf zu drücken und sich dem Aufbau des von uns geforderten und mit konkreten Vorschlägen ausgearbeiteten Qualitätstourismus zu verpflichten! Einen solchen – und nichts Anderes – wünschen sich die von uns vertretenen grossen Bevölkerungskreise.

Wir haben die im breiten öffentlichen Interesse stehende touristische Entwicklung der Rigi als öffentliche Angelegenheit in den Medien kommuniziert. Die in den Medien verlautbarten Vereinfachungen der GL der Rigi Bahnen passen jedoch wenig zur Grösse der Probleme, mit denen uns die aktuellen Krisen – die der Umwelt und die unserer damit zusammenhängenden Gesundheit – konfrontieren.

Der VR und die GL der Rigi Bahnen haben sich über lange Jahre nach dem einzigen Credo ausgerichtet: Je mehr Wachstum, desto besser. D. h. Wachstum als Heilmittel für alle Probleme, die dann später in der Zukunft oder überhaupt nie auftreten sollen! Wachstum und Profitsteigerung «auf Teufel komm raus» passen sicher nicht mehr in die Zeit nach Corona. Unsere konstruktiven Vorschläge zum unhinterfragten Wachstum haben wir faktenbasiert recherchiert. Sie wären der Starting Point für einen längst überfälligen ressourcenschonenden Tourismus für die Königin der Berge.

Leider warten der VR und die GL darauf, dass der Exzess – der globale Massentourismus – nach Corona möglichst bald zurückkehrt. Das bewirkt, dass man in Zukunft keine unternehmerische Freiheit mehr ausüben kann, weil man Katastrophales angerichtet hat. Ein Widerspruch in sich selbst! Die in den Köpfen des VR und der GL zementierte Vorstellung von massentouristischem Wachstum, das zulasten der Natur geht, hat zur Folge, dass das Bahnunternehmen sich selbst in seiner künftigen unternehmerischen Freiheit beschneidet.

Der VR und die GL halten stur an ihren Ausbauplänen fest – auch beim von namhaften Umwelt- und Schutzverbänden kritisierten Gondelbahnprojekt von Weggis nach Rigi Kaltbad. Im Aktionärsbrief vom Dezember 2020 schreiben Karl Bucher, Präsident des VR, und Frédéric Füssenich, CEO, unverblümt Zitat:

«Das Projekt Gondelbahn stand in den letzten Monaten im Zeichen der Weiterentwicklung des Wettbewerbsprojekts. Daneben liefen umfangreiche Vorbereitungen für das Bewilligungsverfahren wie etwa die dafür nötige Zonen- und Nutzungsplan-Revision, Umweltgefahrenabklärungen und Verhandlungen mit Grundeigentümern. Die Corona-Krise stellt uns für die Machbarkeit vor neue Herausforderungen, trotzdem verfolgen wir das Projekt konsequent weiter».

Seit vier Jahren prägen wir eine demokratische Kultur mit. Sie steht diametral zur Arroganz des VR und der GL der Rigi Bahnen, die die Bevölkerung immer wieder vor den Kopf stossen. Wir halten den demokratischen Austausch und Meinungsfreiheit hoch, missbilligen jedoch, dass der VR und die GL daran glauben, sich nicht um das Debattenganze kümmern zu müssen. «How dare you» ist unsere Antwort – im Stil der jungen Klimaaktivistinnen und -aktivisten.

Da der VR und die GL der Rigi Bahnen von unseren Lösungsvorschlägen und den zwei Petitionen, gemäss eigenen Angaben, «nur bruchstückhafte Kenntnisse» haben, stehen sie auf der Seite derer, die die gegenwärtigen Krisen – die Krise der Umwelt und die unserer Gesundheit, die uns noch lange beschäftigen werden – nicht als primäre Bedrohung sehen. Statt sich für eine gemeinsame Krisenbewältigung zu engagieren, damit für alle – und insbesondere die Erholungsdestination Rigi – etwas Besseres herauskommen kann.

Der Tourismus nach Corona braucht andere Antworten. Wir haben sie dem VR und der GL der Rigi Bahnen unterbreitet. Wir sehen manches anders als der VR und die GL, die wir für ihre unüberbietbare Ignoranz gegenüber den aus den Herzen der Bevölkerung kommenden legitimen Ansprüchen an «ihren» Erholungsberg Rigi verantwortlich machen. Für uns ist dies ein Grund mehr, Veränderungen einzufordern, die die rücksichtslose Profitmaximierung als exklusives Ziel eines Monopolunternehmens infrage stellen – und welche die Verfügungshoheit über die Rigi der Bevölkerung zugestehen.

Diese Bevölkerung ist nicht identisch mit dem Aktionariat der Rigi Bahnen AG. Denn den rund 2700 Aktionärinnen und Aktionären der Rigi Bahnen, welche unsere konstruktiven Anträge anlässlich der Generalversammlung 2020 verworfen haben, stehen heute (29.12.20) 3476 Unterzeichnende der 2. Rigi-Petition «Rigi: 800’000 sind genug!» gegenüber.

Wir erwarten vom VR und der GL der Rigi Bahnen keine Geschenke, keine Privilegien und auch nicht eine bevorzugte Behandlung, sondern nur, dass sie angesichts der sich zuspitzenden Klima- und Umweltkrise konsequent auf eine umweltschonende Nutzung der Rigi setzen, um eine ressourcenschonende Bewirtschaftung bei allen touristischen Aktivitäten zu ermöglichen.

Dr. phil. René Stettler, Kulturwissenschaftler und Aktionär der Rigi Bahnen AG, Rigi Kaltbad

 

2241 auf Papier eingereichte Unterschriften, Stand 29.12.20

Laufende Petition «Rigi: 800’000 sind genug!» (2019/21)

Willkommen auf der Webseite «Rigi: 800’000 sind genug!». Sie trägt den gleichnamigen Titel der bis zum 30. April 2021 laufenden Petition «Rigi: 800’000 sind genug!», die von 58 Erstunterzeichnenden aus Politik, Wirtschaft, Kultur sowie der Bevölkerung, signiert worden ist.

Am 27. Oktober 2020 wurden die 3327 Unterschriften der 1. Rigi-Petition «Nein! zu Rigi-Disney-World» (2017) von der 2. Rigi-Petition «Rigi: 800’000 sind genug!» übertroffen. Ein grosser Erfolg! Allen Unterzeichnenden ein herzliches Dankeschön! Weiter so!

Stand der Unterzeichnung


Petitionskomitee «Rigi: 800’000 sind genug!»

Werner Bätzing, emeritierter Professor für Kulturgeographie, Bamberg
Rolf E. Brönnimann, Präsident und Managing Partner, SH Swiss Hospitality Group AG, Hergiswil
Monica Chappuis-Speiser, Meggen
Seraina Gunzinger Morell, Zürich
Frieder Hiss, Architekt / Fachberater Landschaftsschutz, Luzern
Regula Kunz Bechtler und Ruedi Bechtler, Hotel Castell, Zuoz
Robert Schwere, Zahnarzt (Praxis Luzern von 1987 bis 2016)
Stanislaus von Moos, Kunsthistoriker, Zürich / Ennetbürgen

 

Die Webseite stellt Informationen zum aktuellsten Stand der touristischen Entwicklung der Rigi zur Verfügung, insbesondere:

  • den von den Rigi Bahnen geplanten Projekten
  • der Bewahrung der natürlichen Ressourcen
  • aktuelle Themen wie Overtourism, Klimawandel und nachhaltige Entwicklung

Ausgewählte Medienberichte und -informationen zu allen Themen werden kontinuierlich veröffentlicht und bieten Lesenden weiterführendes Hintergrundwissen. Das Bildmaterial wurde  u. a. von Doris Mühle und Antoinette Schmid, Rigi Kaltbad, zur Verfügung gestellt.
Die Webseite wurde zum letzten Mal am 23. Februar 2021 aktualisiert.

„Trio fordert nachhaltigen Tourismus“, Niels Jost, Luzerner Zeitung, S. 19, 20.7.20. Politiker, Unternehmer und Gastronomen aus dem ganzen Kanton wollen den Tourismus in Luzern neu ausrichten. Zentrale Forderungen: Mehr Schweizer Gäste, längere Aufenthaltsdauer, bessere Verknüpfung von Stadt und Land.

> PDF Dringliches Postulat Zbinden Samuel und Mit. an den Luzerner Tourismus ausschliesslich für nachhaltigen Tourismus (Mai 2020). Der Regierungsrat wird aufgefordert, dafür zu sorgen, dass sämtliche ausserordentlichen Gelder an die Luzerner Tourismusförderung während der Corona-Krise ausschliesslich für die Förderung und Bewerbung eines sanften, ressourcenarmen Tourismus mit Fokus auf längere Aufenthaltsdauer verwendet werden.

„Neustart für eine ökologische Wirtschaft“, Luzerner Zeitung, 16.5.20. Die Grünen und Jungen Grünen, unter ihnen Rahel Estermann, Luzern, sind überzeugt, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für einen Neustart gekommen ist: «Wenn der Kanton nun Geld ausgibt, dann für Solarenergie auf unseren Dächern, für lokalen Tourismus statt Übersee-Fliegerei, für mehr Raum für Fussgängerinnen und Fussgänger, für die regionale und CO2-arme Landwirtschaft».
Auch Claudia Huser, Luzern, fordert für die Grünliberalen (GLP) die Vergabe von finanziellen Unterstützungsbeiträgen, wie zum Beispiel für die «Ankurbelung des Tourismus», an klare Bedingungen zu knüpfen: «im Sinne von mehr Nachhaltigkeit und Ökologie».

Laufende Petition «Rigi: 800‘000 sind genug!» mit 3453 Unterzeichnungen übertrifft 1. Rigi-Petition «Nein! zu Rigi-Disney-World». 7 Millionen Franken überteuertes neues Vitznauer Dienstleistungszentrum der Rigi Bahnen ohne Warteraum für Individualreisende
Medienmitteilung 20.11.20
Rigi Bahnen halten trotz Tourismuskrise an realitätsfremder Wachstumsstrategie und 25-Millionen-Franken Gondelbahnprojekt fest und nehmen Zerstörung geschützter Lebensräume im BLN-Gebiet 1606 in Kauf. VR und GL schweigen nach wie vor zu den Dumpingpreisen Medienmitteilung 1.10.20
Konstruktive Vorschläge der Aktionäre / Petitionäre Antoinette Schmid, René Stettler und Ivo Voehringer zuhanden VR/GL RBAG, 12.8.20
„Rigi Bahnen: Fragwürdiges Protokoll der 28. Generalversammlung vom 14.5.20“, Medienmitteilung, 5.6.20 / Kurzversion Medienmitteilung
„‚Der Schutz der Biodiversität muss oberstes Ziel sein'“, Leserbrief, René Stettler, Luzerner Zeitung, S. 27, 12.5.20
„Rigi-Petitionäre kritisieren Dumpingpreise für Asiaten und Eingriff in die Landschaft scharf“, Niels Jost, Luzerner Zeitung online, 29.4.20
PDF Stellungnahme zu den Antworten des Verwaltungsrats der Rigi Bahnen AG vom 22. April 2020 auf 3 Anträge zuhanden der Generalversammlung vom 14. Mai 2020 (ohne Anwesenheit der Aktionärinnen und Aktionäre), Medienmitteilung, 28.4.20
„Tatsächlich: Rigi-Aktionäre können erstmals über Tourismus-Strategie abstimmen“, Niels Jost, Luzerner Zeitung online, 22.4.20
„Brisante Anträge für Rigi-Versammlung“, Niels Jost, Luzerner Zeitung, S. 28, 18.4.20
„GV der Rigi Bahnen AG: Drei brisante Anträge könnten Aktionäre beschäftigen“, Niels Jost, Luzerner Zeitung online, 17.4.20
PDF Schriftliche Anträge von Aktionärinnen und Aktionären der Rigi Bahnen AG zuhanden der ordentlichen Generalversammlung 2020 vom 14. Mai 2020, ohne Teilnahme der Aktionärinnen und Aktionäre, 14.4.20
PDF Stellungnahme zum Gutachten der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK), publiziert am 27. März 2020
„Umweltverbände kritisieren Bundesgutachten zu Rigi-Gondelbahn“, Luzerner Zeitung online, 17.3.20
„Umweltverbände kritisieren Gutachten zu Rigi-Gondelbahn“, htr.ch, 17.3.20

Die Rigi gehört der Bevölkerung

Im Oktober 2017 wurde die 1. Rigi-Petition «Nein! zu Rigi-Disney-World» lanciert (3327 Unterzeichnende), nachdem die Rigi Bahnen AG im Sommer 2016 ihre Ausbaupläne im sogenannten «Masterplan RIGI» bekannt gemacht hatten. Die nach der erfolgreichen Lancierung der Petition aufgrund des öffentlichen Drucks entstandene «Charta Rigi 2030» hatte leider nur allgemeinen Leitbildcharakter. Der versprochene Plan zur Entwicklung von Projekten, unter demokratischer Mitwirkung, fehlt bis heute. Und auch die zur Diskussion gestellte Obergrenze von Rigi-Besucherinnen und -Besuchern wurde bis heute nicht geführt. Deshalb sahen wir uns veranlasst am 1. November 2019 eine zweite Petition mit der klaren Forderung «Rigi: 800‘000 sind genug!» zu lancieren. Der Ruf, dass die Rigi der Bevölkerung gehört, soll nicht verhallen!

Hier geht es zur Unterzeichnung der Petition. Sie können auch > PDF Unterschriftenbögen benutzen und diese handschriftlich unterzeichnen und mit der Post in einem frankierten Couvert einreichen. Die Zustelladresse ist auf dem Bogen.

Die Kritik

Zusammen mit der 2017 abgeschlossenen Petition «Nein! zu Rigi-Disney-World» kritisiert die 2. Rigi-Petition die von der Rigi Bahnen AG vorangetriebene Kommerzialisierung der Rigi sowie den Massentourismus mit knapp einer Millionen Reisenden, die jährlich auf die Königin der Berge kommen. Die Petition ist ein Novum und stellt klare Forderungen an ein Schweizer Tourismus- und Bergbahnunternehmen.

Ein nachhaltiges Unternehmen engagiert sich heute für einen ressourcenschonenden Umgang mit der Umwelt und nicht für mehr Wachstum, das im Fall der Rigi Bahnen AG für die kommenden 4 Jahre schon heute genau beziffert ist. Die RBAG will gemäss eigenen Angaben den Umsatz von CHF 29,30 Mio. (2018) auf CHF 35 Mio. bis 2024 steigern. Das sind + 20%! Für die Rigi bedeutet das ein Desaster zulasten der Umwelt und lässt wenig Gutes erahnen, denn die geplante Gondelbahn von Weggis nach Rigi Kaltbad, die die Umsätze mitsteigern soll, birgt zahllose ökologische Unwägbarkeiten.

Von der RBAG am 11.12.19 anlässlich einer öffentlichen Infoveranstaltung in Weggis gezeigtes Slide zur geplanten Umsatzsteigerung © Rigi Projekte RBAG, 2019

Stimmen von Petitionsunterzeichnenden

Man muss die Rigi und ihre Natur schützen sonst zerstören die Rigi Bahnen sie aus reiner Profitgier.
Robin Puhl, Weggis

Die Pendelbahn von Weggis nach Rigi Kaltbad soll durch eine neue Pendelbahn und nicht durch eine Gondelbahn ersetzt werden!
Rafael Leu, Root

Wir unterschreiben sehr gern und unterstreichen, dass die Initianten der Petition unser vollstes Vertrauen haben und diese Petition auch in unserem Sinne ist.
Rolf Hagen Mühle und Doris Gerda Mühle, Rigi Kaltbad

Weil 800’000 mehr als genug sind. Nullwachstum ist angesagt.
Elmar Kurze, Luzern

Für die Auswirkungen und die negativen Konsequenzen des Massentourismus haben wir im Zeitalter der Umweltkrise ja täglich Anschauungsunterricht (Venedig, Barcelona, Paris, Kreuzfahrten-Exzesse etc.). Der Dichtestress in der Schweiz wird unerträglich. Bewahren wir uns doch wenigstens die Schönheit unserer Rigi.
Tony Reis, Meggen

Unsere wunderbare Gegend darf nicht noch mehr belastet und dem weiteren Wachstum des Tourismus geopfert werden.
Toni J. Krein, Weggis

Ich finde es falsch, einen Erholungsberg mit Touristen zu füllen, die nur dank der Dumping-Fahrkartenpreise auf den Berg fahren. Schweizer zahlen das Dreifache.
Emil Steinberger, Basel
Weitere Stimmen

Die Faszination der Rigi

Seit jeher hat die Rigi, die ein alpiner Symbolberg ist, die Menschen fasziniert. Es war über Jahrhunderte die schlichte und gleichzeitig majestätische Einfachheit eines Bergs, der von einer faszinierenden Alpen- und Seenlandschaft umrundet die Besucherinnen und Besucher in ihren Bann zog. Auch heute noch sind es die weitgehend intakte Natur und die einzigartige Landschaft, welche die Königin der Berge als Tourismusdestination so einmalig machen. Diese Natur und Landschaft ist jedoch bedroht.

Verschiedene Analysen und Forschungsergebnisse belegen, dass für drei Viertel der Menschen eine intakte Natur und Landschaft das wichtigste Kriterium bei der Wahl der Ausflugs- und Feriendestination darstellt. Deshalb gilt es, zu den vorhandenen Natur- und Landschaftswerten heute besonders Sorge zu tragen und der Rigi als Berg Respekt entgegenzubringen.

The-Blue-Rigi-2
Der englische Maler Joseph Mallord William Turner (1775 – 1851) hat die Zentralschweiz mehrmals bereist. Unterwegs mit Kutsche oder Ruderboot füllte er ein Skizzenbuch nach dem anderen mit Variationen der Berg- und Seeszenerien. Zu seinen Lieblingsmotiven gehörte die Rigi (Bild oben) – in immer wieder wechselnden Wetter- und Lichtverhältnissen (Text aus: “Lake Lucerne & the Gotthard”, Imaginary Wanderings Press, 2016).